Die VRSC Familie

Produktportfolio

Bei der VRSC Familie handelt es sich um die jüngste der Harley-Davidson Baureihen. Sie wurde im Modelljahr 2002 mit der VRSCA V-Rod begründet, die zugleich die neue Gattung der Power Cruiser ins Leben rief – eine Synthese aus Superbike-Performance, Custom-Style und Dragster-Charakter. Seinerzeit wurde diese Maschine mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen überhäuft.

Druckvolle Leistung aus dem Drehzahlkeller, ein einzigartiger Sound und eine ebenso lässige wie bequeme Sitzhaltung kannte man bereits von anderen Harley Modellen. Doch die V-Rod bot noch deutlich mehr. Sie war so neu, dass sie in keine Schublade passte. Ihr Herz bildete ein neuentwickelter Motor, der auf dem High-Tech-Triebwerk der Harley-Davidson Werksrennmaschine VR 1000 basierte, mit der das Unternehmen erfolgreich an der US-Superbike-Meisterschaft teilnahm. Porsche hatte den Racing-V2 im Auftrag der Motor Company in seinem Entwicklungszentrum Modelljahr 2010 42 Weissach für ein straßentaugliches Motorrad weiterentwickelt und zur Serienreife gebracht. Der treffend „Revolution“ getaufte 60°-V2 verfügt nicht nur als erster Harley-Davidson Serienmotor über eine Flüssigkeitskühlung, sondern auch über eine sequenzielle elektronische Kraftstoffeinspritzung sowie zwei obenliegende Nockenwellen und vier Ventile pro Zylinder. Mit modernster Technologie und hoher Leistung setzte er ebenso Maßstäbe wie das Design der V-Rod, für das Willie G. Davidson persönlich verantwortlich zeichnete – lang und flach, ganz in Aluminium und Chrom gehüllt.

Die Buchstaben VRSCA der Typbezeichnung standen für „V-Twin Racing Street Custom Alpha“. Das „VR“ erinnert an die Herkunft des Triebwerks, den Rennmotor des Werks-Racers VR 1000, das „Alpha“ deutete bereits darauf hin, dass es sich bei der V-Rod um das erste Modell einer gänzlich neuen Baureihe bei Harley-Davidson handelte.

2006 vergrößerte die Motor Company die VRSC Familie um die Night Rod, aus der ein Jahr später die faszinierende Night Rod Special im radikalen Drag Strip Look hervorging: ein aufs Wesentliche reduzierter Power-Cruiser – schlank, flach und aggressiv. Für 2009 ergänzte Harley-Davidson das Programm um die V-Rod Muscle.

Die Kraftquelle aller VRSC Typen bildet nach wie vor das Revolution Aggregat. Allerdings steigerten die Ingenieure bereits im Modelljahr 2008 dessen Leistung. Je nach Ausführung entwickelt das Triebwerk in seiner aktuellen Konfiguration bis zu 125 PS und ein maximales Drehmoment von 115 Nm.

Der starke V-Twin ist in einen Rahmen eingebettet, der ihn sehr eng umschließt. Um diese extremen Biegungen ohne Schweißstellen zu realisieren, macht die Motor Company vom Hydroforming Verfahren Gebrauch. Während die Rohre üblicherweise vor dem Formen des Rahmens mit Sand gefüllt werden, leiten hier die Ingenieure Flüssigkeit mit 30.000 psi Druck durch sie hindurch. Dank dieses „Innenhochdruck-Umformungsverfahrens“ ergeben sich selbst bei engen Windungen eines Rohrs völlig glatte Radien mit gleichbleibender Materialstärke anstelle der winzigen Stauchungen und Quetschungen, die herkömmliche Verfahren nach sich ziehen würden.


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